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Oliver Breda Verlag

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Verlag für botanische Reiseführer

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Ein Blumen-Buch oder reicht eine App?

Juli 1, 2022Juni 21, 2022 von Oliver Breda

Macht ein Blumenbuch über eine bestimmte Region noch Sinn? Bekomme ich nicht alle Informationen, die ich über eine Pflanze haben möchte über eine App? Name? Herkunft? Wissenschaftliche Abhandlungen? Standort?

Kategorien Bücher Schlagwörter app, buch Kommentar hinterlassen

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oliver.breda.verlag

Bild 1: Fichte Lang, schlank, bis 15 Zentimeter. D Bild 1: Fichte
Lang, schlank, bis 15 Zentimeter. Die Schuppen sind dünn und glatt, ihr Rand ist leicht gewellt. Der Zapfen hing am Zweig und fiel als Ganzes herab. Das ist der Zapfen, den du im Wald am häufigsten aufhebst.

Bild 2: Douglasie
Kleiner, 5 bis 10 Zentimeter. Zwischen den Schuppen stecken dreizipfelige Deckschuppen. Sie sehen aus wie Hinterbeine und Schwanz einer Maus, die in den Zapfen gekrochen ist. Wer dieses Merkmal einmal gesehen hat, verwechselt die Douglasie nicht mehr.

Bild 3: Tanne
Kein Zapfen, nur sein Gerippe. Die Tanne trägt ihre Zapfen aufrecht. Dort oben zerfallen sie Schuppe für Schuppe, bis nur die Spindel übrig bleibt. Einen ganzen Tannenzapfen am Boden findest du fast nie. Die meisten „Tannenzapfen“ sind Fichtenzapfen.
Fichte Lang, schlank, bis 15 Zentimeter. Die Schup Fichte
Lang, schlank, bis 15 Zentimeter. Die Schuppen sind dünn und glatt, ihr Rand ist leicht gewellt. Der Zapfen hing am Zweig und fiel als Ganzes herab. Das ist der Zapfen, den du im Wald am häufigsten aufhebst.

Douglasie
Kleiner, 5 bis 10 Zentimeter. Zwischen den Schuppen stecken dreizipfelige Deckschuppen. Sie sehen aus wie Hinterbeine und Schwanz einer Maus, die in den Zapfen gekrochen ist. Wer dieses Merkmal einmal gesehen hat, verwechselt die Douglasie nicht mehr.

Tanne
Kein Zapfen, nur sein Gerippe. Die Tanne trägt ihre Zapfen aufrecht. Dort oben zerfallen sie Schuppe für Schuppe, bis nur die Spindel übrig bleibt. Einen ganzen Tannenzapfen am Boden findest du fast nie. Die meisten „Tannenzapfen“ sind Fichtenzapfen.
Neu hier? Kurz zu mir. Ich bin Oliver Breda. Ich Neu hier? Kurz zu mir.

Ich bin Oliver Breda. Ich habe Physik studiert, wollte aber ursprünglich Förster oder Biologe werden. Die Neugier auf Landschaften ist geblieben.

Seit 1999 schreibe ich Reise- und Wanderführer für DuMont, den Michael Müller Verlag und ADAC: über Madeira, die Kapverden, Mallorca, La Gomera, Andalusien und die Eifel.

2004 habe ich meinen eigenen Verlag gegründet. Er macht Pflanzenführer für Wanderer: „Was hier alles wächst!" – Madeira, Hochsauerland, Eifel.

Als Reiseleiter führe ich Gruppen über Madeira, die Kapverden und die Azoren. 2027 kommen der Schwarzwald und Bayern dazu.

Hier zeige ich, was hinter einer Landschaft steckt. Wer die Levadas auf Madeira in den Fels geschlagen hat. Warum so viele Kapverdier ihre Inseln verlassen haben. Welche Pflanze an einen Ort gehört und welche jemand eingeschleppt hat. Wie Gestein, Wind und Regen bestimmen, wo Menschen siedeln und was auf einem Hang wächst.

Keine Postkartenmotive. Fakten, die du auf deiner nächsten Reise selbst prüfen kannst.

Welche Frage ist dir auf einer Wanderung zuletzt gekommen, und niemand konnte sie beantworten? Schreib sie in die Kommentare.
Douglasie Die Nadeln sind weich und flach. Sie ste Douglasie
Die Nadeln sind weich und flach. Sie stechen nicht. Zerreib eine zwischen den Fingern: Sie riecht nach Zitrone und Orange. Das sicherste Merkmal hängt am Zapfen. Zwischen den Schuppen ragen dreizipfelige Deckschuppen heraus. Sie sehen aus wie die Hinterbeine und der Schwanz kleiner Mäuse, die sich im Zapfen verstecken.

Und die Tanne?
Ihre Zapfen stehen aufrecht auf dem Zweig und zerfallen dort. Am Boden findest du nie einen ganzen Tannenzapfen. Was du im Wald aufhebst, stammt meist von der Fichte oder der Douglasie.

Die Douglasie ist hier übrigens ein Zuwanderer. Sie stammt aus dem Westen Nordamerikas und wird seit dem 19. Jahrhundert in Europa angebaut.

Nächstes Mal im Wald: erst anfassen, dann riechen, dann unter den Baum schauen.

#Fichte #Douglasie #Tanne #Bäumebestimmen #Waldwissen
Douglasie Die Nadeln sind weich und flach. Sie ste Douglasie
Die Nadeln sind weich und flach. Sie stechen nicht. Zerreib eine zwischen den Fingern: Sie riecht nach Zitrone und Orange. Das sicherste Merkmal hängt am Zapfen. Zwischen den Schuppen ragen dreizipfelige Deckschuppen heraus. Sie sehen aus wie die Hinterbeine und der Schwanz kleiner Mäuse, die sich im Zapfen verstecken.

Und die Tanne?
Ihre Zapfen stehen aufrecht auf dem Zweig und zerfallen dort. Am Boden findest du nie einen ganzen Tannenzapfen. Was du im Wald aufhebst, stammt meist von der Fichte oder der Douglasie.

Die Douglasie ist hier übrigens ein Zuwanderer. Sie stammt aus dem Westen Nordamerikas und wird seit dem 19. Jahrhundert in Europa angebaut.

Nächstes Mal im Wald: erst anfassen, dann riechen, dann unter den Baum schauen.

#Fichte #Douglasie #Tanne #Bäumebestimmen #Waldwissen
Der Kahili-Ingwer, botanisch Hedychium gardnerianu Der Kahili-Ingwer, botanisch Hedychium gardnerianum, stammt aus dem Himalaya. Auf Madeira und den Azoren zählt er zu den gefährlichsten invasiven Pflanzen der Insel. Seine Rhizome breiten sich rasch aus, bilden dichte Bestände und nehmen dem Unterwuchs des Lorbeerwaldes das Licht. Die Blüten sind gelb, duftend, mit einem einzelnen roten Staubblatt.
Levada dos Tornos von Lombo do Urzal nach Fajã do Levada dos Tornos von Lombo do Urzal nach Fajã do Penedo. Begehbar, aber noch bröselig
Im Unterwuchs des Lorbeerwaldes wächst der Wurzeln Im Unterwuchs des Lorbeerwaldes wächst der Wurzelnde Kettenfarn, Woodwardia radicans. Seine Wedel werden bis zu zwei Meter lang und wölben sich bogenförmig zu Boden. An ihren Spitzen bilden sich Brutknospen. Berühren sie den Boden, schlagen sie Wurzeln – eine neue Pflanze entsteht. So wandert der Farn durch den Wald, Wedel für Wedel. Er wächst auf Madeira, den Kanaren, den Azoren und im westlichen Mittelmeerraum, immer im Schatten, immer im Feuchten
Der Palmfarn ist ein lebendes Fossil. Seine Vorfah Der Palmfarn ist ein lebendes Fossil. Seine Vorfahren wuchsen bereits vor rund 300 Millionen Jahren, im Perm – lange bevor Dinosaurier die Erde bevölkerten. Er zählt zu den ältesten noch lebenden Linien der Samenpflanzen, zu den Nacktsamern, wie Nadelbäume und Ginkgo. Blütenpflanzen gab es damals noch nicht – sie entwickelten sich erst viel später, auf einem eigenen Zweig des Stammbaums.
Im Stadtgarten von Funchal steht ein Florettseiden Im Stadtgarten von Funchal steht ein Florettseidenbaum, botanisch Ceiba speciosa. Der Stamm schwillt fassförmig an, gespickt mit Stacheln – ein Wasserspeicher für die Trockenzeit. Die Art stammt aus den Trockenwäldern Südamerikas: Nordost-Argentinien, Bolivien, Paraguay, Uruguay, Südbrasilien. Auf Deutsch heißt sie auch Brasilianischer Wollbaum.

Platzen die Samenkapseln auf, quillt seidige Watte heraus – Botaniker nennen sie „falschen Kapok”. Ihre Auftriebskraft übertrifft jedes andere Naturmaterial. Früher füllte man damit Schwimmwesten und Rettungsringe, heute noch Kissen und Dämmplatten. Auf Madeira erntet niemand diese Faser. Hier wächst der Baum nur zur Zierde.
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