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Oliver Breda Verlag

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Ein Blumen-Buch oder reicht eine App?

Juli 1, 2022Juni 21, 2022 von Oliver Breda

Macht ein Blumenbuch über eine bestimmte Region noch Sinn? Bekomme ich nicht alle Informationen, die ich über eine Pflanze haben möchte über eine App? Name? Herkunft? Wissenschaftliche Abhandlungen? Standort?

Kategorien Bücher Schlagwörter app, buch Schreibe einen Kommentar

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oliver.breda.verlag

Seit dem 2. April 2012 ohne Alkohol. Keine Flucht Seit dem 2. April 2012 ohne Alkohol.
Keine Flucht mehr. Keine Betäubung. Keine Ausreden.

Stattdessen: Klarheit, Freiheit, Wirklichkeit.
Und das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. 

#alkoholfrei #nüchtern #ohnealkohol #sobriety #klarheit
Viele nennen den Lorbeerwald auf Madeira einen Rel Viele nennen den Lorbeerwald auf Madeira einen Reliktwald und haben dabei das Bild eines uralten, seit Millionen Jahren nahezu unveränderten Waldes im Kopf. Genau das greift zu kurz. Relikt ist vor allem der Waldtyp. Die Laurisilva bewahrt eine Vegetationsform, die einst in Südeuropa weit verbreitet war. Madeira besitzt heute den größten erhaltenen Rest dieses alten Typs.

Aber der Wald ist kein botanisches Museum. Wer meint, hier stehe einfach derselbe Baumbestand wie damals, macht es sich zu leicht. Neuere Forschungen zeigen, dass die heutige Artenmischung der makaronesischen Lorbeerwälder nicht einfach eins zu eins aus jener fernen Zeit erhalten blieb. Ein Teil der Linien reicht weiter zurück, vieles andere entstand oder etablierte sich später auf den Atlantikinseln.

Genau das macht die Laurisilva so spannend. Sie ist Relikt und Wandel zugleich. Alt ist der Bauplan. Jünger ist ein Teil der heutigen Besetzung. Der Wald führt also nicht einfach direkt ins Tertiär zurück wie ein eingefrorenes Bild. Er zeigt vielmehr, wie ein alter Vegetationstyp auf Inseln weiterlebt und sich dabei verändert.

Präzise gesagt: Der Lorbeerwald Madeiras ist ein Relikt eines alten Waldtyps, nicht automatisch ein unveränderter Restbestand jeder einzelnen heutigen Baumart. Wer das auseinanderhält, versteht mehr von diesem Wald als mit dem bloßen Schlagwort „lebendes Fossil“.
Der Lorbeerwald auf Madeira gilt zu Recht als Reli Der Lorbeerwald auf Madeira gilt zu Recht als Relikt. Aber das Wort führt leicht in die Irre. Viele stellen sich darunter einen Wald vor, der seit Millionen Jahren nahezu unverändert überdauert hat. So einfach ist es nicht.

Relikt ist vor allem der Waldtyp. Die Laurisilva Madeiras bewahrt eine Vegetationsform, die vor 15 bis 40 Millionen Jahren große Teile Südeuropas bedeckte. In diesem Punkt ist die Sache klar. Genau so beschreibt es auch die UNESCO. Madeira besitzt heute den größten erhaltenen Rest dieses alten Lorbeerwald-Typs. 

Schwieriger wird es bei der Frage nach den heutigen Bäumen. Denn hier endet das einfache Bild vom lebenden Fossil. Neuere Forschungen haben die alte Vorstellung vom „Tertiär-Relikt“ deutlich zurechtgestutzt. Der Wald selbst steht in einer alten Tradition. Seine heutige Artenmischung ist aber nicht einfach eins zu eins aus jener fernen Zeit konserviert worden. Vieles hat sich später auf den makaronesischen Inseln neu entwickelt oder neu zusammengestellt. Eine phylogenetische Studie zu typischen Arten der makaronesischen Lorbeerwälder kommt genau zu diesem Schluss: Nur ein kleinerer Teil der untersuchten Linien reicht weit zurück; viele andere entstanden oder etablierten sich erst im Pliozän oder Pleistozän. 

Das heißt: Der madeirensische Lorbeerwald ist kein Museum mit originaler Vollausstattung. Er ist eher ein alter Bauplan, der in neuerer Zeit mit unterschiedlichen Linien weitergebaut wurde. Gerade das macht ihn biologisch so spannend. Er ist zugleich Relikt und Ergebnis von Entwicklung. Alt ist die Grundform. Jünger ist ein Teil der heutigen Besetzung. 

Darum sollte man präzise formulieren. Richtig ist: Die Laurisilva Madeiras ist ein Relikt eines alten, einst in Südeuropa weit verbreiteten Waldtyps. Ebenfalls richtig ist: Die heutigen Bäume sind nicht durchweg dieselben wie damals. Zu pauschal wäre aber der Satz, diese Bäume habe es damals überhaupt nicht gegeben. Einige Linien können durchaus tief zurückreichen. Nur darf man den heutigen Wald eben nicht als unveränderten Rest aus dem Tertiär missverstehen.
Man sieht nur, was man weiß. Das gilt auf Madeira Man sieht nur, was man weiß. Das gilt auf Madeira ganz besonders. Viele laufen dort mit ChatGPT, Pflanzen Apps oder Bilderkennung herum und meinen, damit erschließe sich ihnen die Botanik der Insel. Das ist ein Irrtum. Diese Werkzeuge können oft gut bestimmen. Aber sie helfen dir nicht bei dem, was vorher kommen muss. Sie helfen dir nicht, eine Pflanze überhaupt erst als Pflanze wahrzunehmen.

Wer nicht weiß, was am Wegrand wächst, sieht meist nur Grün. Oder das, was ohnehin jeder kennt. Der Rest bleibt Kulisse. Nicht weil er selten wäre. Sondern weil der Blick ihn nicht erfasst.

Genau da setzt mein Buch an. Es bringt dir nicht zuerst bei, wie man Pflanzen exakt bestimmt. Es zeigt dir erst einmal, was da überhaupt steht. Es macht sichtbar, was andere übersehen. Denn erst wenn du weißt, dass dort etwas wächst, kannst du anfangen, es dir genauer anzusehen.

Der botanische Reiseführer „Madeira – Was hier alles wächst“ führt dich genau an diesen Punkt. Er zeigt typische Pflanzen der Insel, ordnet sie nach Lebensräumen und nennt Standorte, an denen du sie sicher finden kannst. So wird aus grünem Hintergrund Schritt für Schritt eine wirkliche Pflanzenwelt.
Man sieht nur, was man weiß. Das gilt auf Madeira Man sieht nur, was man weiß. Das gilt auf Madeira ganz besonders. Viele laufen dort mit ChatGPT, Pflanzen Apps oder Bilderkennung herum und meinen, damit erschließe sich ihnen die Botanik der Insel. Das ist ein Irrtum. Diese Werkzeuge können oft gut bestimmen. Aber sie helfen dir nicht bei dem, was vorher kommen muss. Sie helfen dir nicht, eine Pflanze überhaupt erst als Pflanze wahrzunehmen.

Wer nicht weiß, was am Wegrand wächst, sieht meist nur Grün. Oder das, was ohnehin jeder kennt. Der Rest bleibt Kulisse. Nicht weil er selten wäre. Sondern weil der Blick ihn nicht erfasst.

Genau da setzt mein Buch an. Es bringt dir nicht zuerst bei, wie man Pflanzen exakt bestimmt. Es zeigt dir erst einmal, was da überhaupt steht. Es macht sichtbar, was andere übersehen. Denn erst wenn du weißt, dass dort etwas wächst, kannst du anfangen, es dir genauer anzusehen.

Der botanische Reiseführer „Madeira – Was hier alles wächst“ führt dich genau an diesen Punkt. Er zeigt typische Pflanzen der Insel, ordnet sie nach Lebensräumen und nennt Standorte, an denen du sie sicher finden kannst. So wird aus grünem Hintergrund Schritt für Schritt eine wirkliche Pflanzenwelt.
Narzissen im Perlenbachtal. Auf den ersten Blick e Narzissen im Perlenbachtal.
Auf den ersten Blick ein Blütenmeer. Auf den zweiten ein Landschaftsarchiv.

Diese wilden Narzissen wachsen nicht einfach irgendwo. Sie brauchen feuchte, offene Wiesen und genau das richtige Maß an Nutzung und Pflege. Bleibt die Mahd aus, kommen Stauden, Gebüsch und schließlich Wald. Wird zu stark eingegriffen, verlieren sie ebenfalls ihren Platz. Das Gelb im Tal ist also kein Zufall. Es ist das Ergebnis eines empfindlichen Gleichgewichts.

Gerade das interessiert mich an solchen Orten. Nicht nur die Blüte. Sondern das, was man nicht sofort sieht: die Geschichte der Wiesen, die Arbeit hinter ihrem Erhalt, die Kürze dieses Moments. Für wenige Wochen im Frühjahr leuchtet das Tal. Dann ist der Zauber wieder vorbei.

Wer hier geht, sollte nicht nur schauen, sondern auch begreifen, wie fragil so ein Bild ist.

#Perlenbachtal #Narzissen #Eifel #Wildpflanzen #Naturbeobachtung
Im Perlenbachtal wirkt die Narzisse wie reine Wild Im Perlenbachtal wirkt die Narzisse wie reine Wildnis. Das stimmt nur halb. Was heute so selbstverständlich aussieht, ist eine alte Kulturlandschaft und zugleich ein Pflegefall. Die wilden Narzissen blühen dort nur, weil offene, feuchte Wiesen erhalten werden. Würden die Flächen verbuschen oder zu intensiv genutzt, verschwände dieses Bild wieder. Genau deshalb sind diese Wiesen so kostbar. 

Für mich liegt der Reiz nicht nur im gelben Teppich. Spannender ist der Blick dahinter: ein kurzes Frühjahrsfenster, wenige Wochen im Jahr, in denen das Tal zeigt, was in ihm steckt. Danach schließt sich der Vorhang wieder. Wer hier unterwegs ist, sieht also nicht einfach Blumen. Er sieht ein seltenes Zusammenspiel aus Bachauen, Nutzungsgeschichte, Schutz und Pflege.
Frisch erschienen. Die Belegexemplare sind da. Ich Frisch erschienen. Die Belegexemplare sind da.
Ich blättere durch den neuen Marco Polo Kapverden und sehe wieder, warum ich diese Inseln nie „fertig“ bekomme: Wind, Wege, Menschen, Kontraste.
Wer hinwill, findet hier die Strecke. Wer schon dort war, findet den Schlüssel für die nächste Insel.
#Kapverden #dumontreise #marcopolo #inseltipps #neuerscheinung
Die Kuhschelle läutet den Frühling in der Eifel ei Die Kuhschelle läutet den Frühling in der Eifel ein
Gillesbach, 22. März. Jetzt beginnt ihre Zeit. Die Kuhschelle blüht. Ihr Violett steht im fahlen Gras wie ein Signal. Wer sie sieht, sieht den Frühling.
Die Pflanze wächst dort, wo der Boden karg ist. Sie liebt Kalkmagerrasen, lichte Hänge und offene Flächen. In der Eifel zählt sie zu den markantesten Frühblühern. Auch im Gillesbachtal zeigt sie jetzt ihre ersten Blüten.
Auffällig ist nicht nur die Farbe. Die Blüte wirkt weich, fast samtig. In ihrer Mitte leuchten gelbe Staubblätter. Später trägt die Pflanze haarige Fruchtstände, die ebenso markant sind wie die Blüte selbst.
Die Kuhschelle steht für eine Landschaft, die still wirkt und doch voller Leben ist. Kalkmagerrasen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen der Eifel. Hier wachsen Spezialisten. Hier zeigt sich, wie eng Artenvielfalt und Landschaft zusammenhängen.
Wer mehr über die Kuhschelle und andere typische Pflanzen der Region erfahren will, findet Hinweise im botanischen Reiseführer „Die Eifel – Was hier alles wächst!“. Das Buch beschreibt 172 Arten, nennt Fundorte in der Eifel und ordnet die Pflanzen nach Lebensräumen und Blütezeit. Verfasst wurde es von Susanne Lipps. Herausgeber ist Oliver Breda.
Bibliographische Angaben
Die Eifel – Was hier alles wächst!
Auflage 2021
ISBN 978-3-938282-60-1
212 Seiten
11,5 x 19 cm
broschiert
14,80 Euro
Auch als E Book erhältlich
ISBN 978-3-938282-61-8
9,99 Euro
Frühling im NSG Auen und Hänge an Urft und Gillesb Frühling im NSG Auen und Hänge an Urft und Gillesbach.
Heute standen dort gleich mehrere typische Frühblüher nebeneinander: Echte Schlüsselblume, Hohe Schlüsselblume, Buschwindröschen, Wald Gelbstern, Seidelbast und die Kuhschelle. Jede Art nutzt das kurze Zeitfenster, bevor sich das Blätterdach im Wald schließt oder die Trockenrasen austrocknen. Jetzt fällt noch genug Licht auf den Boden. Später ist diese Bühne schon wieder verschwunden.

Besonders auffällig ist die Kuhschelle. Ihre violetten Blüten leuchten schon von weitem, doch auch die anderen Arten verdienen einen genauen Blick. Der Seidelbast blüht am kahlen Holz, das Buschwindröschen bildet erste helle Teppiche, und die beiden Schlüsselblumen zeigen, wie fein sich selbst nahe Verwandte unterscheiden.

Gerade solche Orte machen den Reiz der Eifel aus. Auf engem Raum treffen Wald, Hang, Offenland und Bachnähe zusammen. Wer jetzt langsam geht, sieht mehr als nur „ein paar Blumen“. Er sieht den Auftakt des botanischen Jahres.

#Eifel #Botanik #Frühblüher #Kuhschelle #Schlüsselblume
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