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Oliver Breda Verlag

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Ein Blumen-Buch oder reicht eine App?

Juli 1, 2022Juni 21, 2022 von Oliver Breda

Macht ein Blumenbuch über eine bestimmte Region noch Sinn? Bekomme ich nicht alle Informationen, die ich über eine Pflanze haben möchte über eine App? Name? Herkunft? Wissenschaftliche Abhandlungen? Standort?

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Keine Kulisse, sondern Konsequenz: Ziegen im Cabo Keine Kulisse, sondern Konsequenz: Ziegen im Cabo de Gata.
Diese Herde im Campillo de los Genoveses ist kein romantisches Beiwerk. Sie ist Teil der harten ökonomischen Realität dieses Naturparks. Wo Wasser Mangelware ist, diktiert die Landschaft die Nutzung.
Historisch wurde hier Gerste und Weizen für die lokale Versorgung angebaut. Die Verarbeitung geschah in Windmühlen wie dem Molino del Collao, da für Wassermühlen das Wasser fehlte. Heute nutzen Schaf- und Ziegenherden diese Flächen. Die Tiere sind ein funktionales Element in einem System, das auf Genügsamkeit basiert.
Der Ort selbst ist alles andere als ein Geheimtipp, seine Geschichte ist strategisch. Der Name „Playa de los Genoveses“ erinnert an die Landung einer genuesischen Flotte im Jahr 1147 zur Unterstützung bei der Eroberung Almerías. Die Bucht war lange ein strategischer Punkt zur Abwehr von Piratenangriffen. Die Bunker aus dem späten 20. Jahrhundert bezeugen, dass dieser militärische Wert bis in die jüngere Vergangenheit anhielt.
Der Blick auf die Herde, eingerahmt vom vulkanischen Morrón de los Genoveses und den fossilen Dünen, ist ein Blick auf eine Landschaft, die von Notwendigkeit und Strategie geformt wurde. Es geht nicht um das schöne Bild, sondern um die Struktur dahinter.
#CaboDeGata #Genoveses #Landschaftsanalyse #HinterDenKulissen #Recherche
Die Disziplin der Tür. Frigiliana verweigert sich Die Disziplin der Tür.
Frigiliana verweigert sich dem Baumarkt. Wer durch die Gassen geht, sieht Holz, Eisen und Lack, aber kein PVC. Das ist eine ökonomische Anomalie. Aluminium wäre billiger, dichter und wartungsfrei. Doch die Eigentümer entscheiden sich gegen die Effizienz und für die Substanz.
Eine Tür ist hier kein bloßer Zugang, sondern der erste Beweis für den Wert des Hauses. Während in anderen Dörfern die Moderne billige Lücken in die Fassaden schlägt, herrscht hier visuelle Strenge. Man leistet sich die Tradition, obwohl die Sonne Andalusiens das Material zermürbt und ständige Pflege fordert. Das Holz arbeitet, der Lack reißt, die Kosten laufen.
Der Blick hinter die Kulissen zeigt hier keine Vernachlässigung, sondern kollektiven Stolz. Niemand bricht aus. Das Dorf funktioniert als Einheit, da jeder Eigentümer versteht, dass eine hässliche Tür nicht nur die eigene Fassade, sondern das Kapital der ganzen Straße entwertet. Ästhetik ist hier kein Zufall. Sie ist ein striktes Gesetz.
Der Index der Scherbe. Grünes Glas im Mörtel ist b Der Index der Scherbe.
Grünes Glas im Mörtel ist billiger als Kameras, aber es sendet die ehrlichere Warnung. Wer solche Mauern sieht, parkt nicht. Er fährt weiter.
Diese „Architektur der Abwehr“ markiert präzise die Gefahrenzonen. Wenn Hausbesitzer ihre Privatsphäre mit Müll verteidigen müssen, ist die Straße davor kein Parkplatz, sondern ein Jagdrevier. Das Auto hier stehen zu lassen, ist keine Fahrlässigkeit. Es ist eine Einladung.
Die Statistik stützt den Instinkt. Italien führt das europäische Ranking bei Diebstählen aus Fahrzeugen an. Rom und Mailand sind die Hochburgen. Frankreich folgt dicht dahinter; dort verschwinden oder öffnen sich jeden Tag fast 474 Autos. Spanien liegt auf Platz drei, doch die Gefahr ist ungleich verteilt. Während das Landesinnere oft ruhig bleibt, sind Küstenstädte wie Barcelona oder Málaga – nur 50 Kilometer von hier – Hotspots. Málaga rangiert in der nationalen Diebstahl-Statistik weit oben.
Wer die Scherben auf der Mauer ignoriert, findet die Scherben später auf seinem Fahrersitz. Sicherheit ist keine Frage des Landes, sondern des Viertels. Die Wand lügt nicht.
Kapitalerhalt statt Verfall. Der Blick vom Cruz de Kapitalerhalt statt Verfall.
Der Blick vom Cruz del Pinto entlarvt die Moral der Tourismuskritik. Während unten die Küste unter Beton verschwindet, bleibt oben die Idylle von Frigiliana nur durch massives Kapital und ausländische Investoren erhalten. Es ist populär, über Touristen zu schimpfen, doch die Wahrheit ist karg: Ohne das Geld der Fremden wären diese Häuser längst Ruinen.
Malerische Orte konservieren sich nicht durch gute Luft oder Nostalgie. Sie benötigen Wertschöpfung, um die Substanz gegen den Zerfall zu stützen. Die unberührte Botanik der Sierras bleibt nur deshalb wild, weil der wirtschaftliche Druck im Tal gebunden wird. Wer den Tourismus verdammt, muss erklären, wer stattdessen die Instandhaltung der Kulisse finanziert. Schönheit ist eine Frage der Finanzierung, nicht der Absicht.
Schweiß gegen Wasser. Die Rosine erzwingt Demut. W Schweiß gegen Wasser.
Die Rosine erzwingt Demut. Wer in der Axarquía die Muscat-Traube erntet, klettert, schleppt und wendet. Wochenlang liegen die Früchte auf den Paseros, müssen per Hand gedreht werden, bis die Sonne ihnen die Feuchtigkeit entzogen hat. Das ist Knochenarbeit. Maschinen scheitern an der Steilheit, hier zählt nur der menschliche Körper.
Die Avocado wächst leichter. Sie fordert keine Hand, die sie täglich prüft, sie fordert nur den Hahn. Während der Winzer seinen Rücken ruiniert, lässt der Plantagenbesitzer die Pumpen laufen. Der Aufwand verschiebt sich radikal: Weg vom Menschen, hin zur Ressource.
Dieser Tausch ist riskant. Wir ersetzen die mühsame, aber genügsame Tradition durch eine durstige Industrie, da Arbeit teuer und Wasser scheinbar billig ist. Der volle Stausee bestätigt diese Bequemlichkeit momentan. Doch wenn der Hahn trockenfällt, hilft keine Technik mehr. Die Rosine überlebt durch Arbeit, die Avocado stirbt ohne Fluss.
#Axarquia #PasasDeMalaga #Landwirtschaft #Handwerk #Wasserverbrauch
Das weiße Dorf ist ein Mythos. Die Realität hängt Das weiße Dorf ist ein Mythos. Die Realität hängt an der Fassade: Kabel, Rohre, Klimageräte. Nerja darf kein Museum werden, denn Tourismus soll den Alltag finanzieren, nicht verdrängen. Wo Menschen wirklich leben, bricht die Ästhetik. Ein Ort, der nur für den „Fremden“ hübsch ist, stirbt innerlich ab. Diese hässlichen Leitungen sind ein gutes Zeichen. Sie beweisen, dass hinter der weißen Wand noch jemand wohnt, der nicht nur Betten macht, sondern hier zu Hause ist.
Blind für den Mythos. Für deutsche Touristen steht Blind für den Mythos.
Für deutsche Touristen steht hier ein alter Mann in Bronze. Ein Fischer, vielleicht ein lokaler Held. Wir machen ein Foto, zucken mit den Schultern und gehen weiter. Wir sehen Metall, wo Spanier ihre Kindheit sehen.
Hier ehrt Nerja eine Geschichte, die Deutschland nie erreichte.
Die Serie Verano Azul lief 1981 im spanischen Fernsehen. Sie erzählte von sieben Jugendlichen, die ihre Sommerferien in Nerja verbrachten, und ihrer Freundschaft zu „Chanquete“, einem pensionierten Seemann. Dieser Mann, dessen Statue hier auf das Meer blickt, lebte in der Serie auf einem Boot mitten in einem Acker. Er kämpfte gegen Spekulanten, die ihn vertreiben wollten. Er lehrte die Kinder Freiheit, während das Land gerade die Demokratie lernte.
Das Ende der Serie war ein nationales Trauma.
Chanquete stirbt in der letzten Folge. Millionen Spanier weinten vor den Fernsehern. Wenn heute spanische Reisende diesen Mirador besuchen, kommen sie nicht für die Aussicht. Sie kommen, um einen alten Freund zu grüßen.
Das Denkmal ist keine leere Touristenfalle. Es ist der Beweis, dass eine gut erzählte Geschichte realer sein kann als die Historie selbst. Wer die Serie nicht kennt, sieht nur eine Skulptur. Wer sie kennt, spürt an diesem Geländer den Schmerz des Abschieds und das Glück eines ewigen Sommers.
Unwissenheit schützt vor Kitsch. Wissen schafft Respekt.
#nerja #veranoazul #chanquete #kulturschock #spanien
Dieser Account war das Schaufenster meines Verlags Dieser Account war das Schaufenster meines Verlags. Hier war die Heimat meiner Bücher über die Eifel, das Sauerland und Madeira. Doch Papier ist geduldig, während die Realität draußen keine Pausen macht. Seit 1999 arbeite ich als Reiseleiter und Autor in Zielgebieten von den Kapverden bis Andalusien. Wer 27 Jahre lang Landschaften seziert, sieht mehr als nur den Weg; er erkennt die Risse in der Fassade, die kein Reiseführer druckt.
Ich ändere den Fokus, weil ich es muss. Die Botanik bleibt mein Kompass, aber ich nutze sie ab jetzt als Werkzeug der Analyse. Ich zeige euch, was hinter den Kulissen passiert, während der Tourismus die Welt zur Kulisse umbaut. Meine Bücher im Handel dokumentieren den Bestand; sie sind das Gedächtnis meiner Arbeit. Hier jedoch findet nun die Untersuchung der Gegenwart statt. Es wird ehrlicher, ungemütlicher und ohne den Filter der Tourismus-Büros. Ich zeige euch die Orte so, wie ich sie sehe: Unverfälscht. Kritisch. Real.
Aristolochia baetica: Die ehrliche Hässlichkeit Ni Aristolochia baetica: Die ehrliche Hässlichkeit
Niemand pflanzt Aristolochia baetica für die Hotel-Lobby. Ihre Blüten riechen nicht nach Parfüm, sondern wirken wie dörres Fleisch. Doch genau hier liegt die Wahrheit der Region. Während Hibiskus und Strelitzien in den Resorts nur überleben, da Schläuche sie künstlich beatmen, gedeiht diese Pfeifenwinde im trockenen Felsschutt. Sie ist giftig, bizarr und radikal angepasst.
Sie lockt Fliegen in eine komplexe Kesselfalle, hält sie gefangen und entlässt sie erst nach der Bestäubung. Das ist kein dekoratives Grün für Touristen. Das ist biologische Ingenieurskunst, die ohne den Wasserraub der Landwirtschaft funktioniert. Wer Nerja verstehen will, muss an den bunten Beeten vorbeisehen. Die echte Natur hier ist nicht gefällig. Sie ist hart, trocken und überlebt, weil sie keine Geschenke erwartet.
Nerja braucht das Kapital der Fremden. Es renovier Nerja braucht das Kapital der Fremden. Es renoviert Häuser und schafft Arbeitsplätze, da der Tourismus massive Wertschöpfung in die Region bringt. Doch Geld allein ersetzt kein Wasser. Während die Ökonomie wächst, sinkt der Grundwasserspiegel, da Avocados und Pools um dieselben Reserven konkurrieren. Tourismus ist produktiv, solange er die Ressourcen nicht schneller verbrennt, als die Natur sie liefert. Er darf die Landwirtschaft nicht verdrängen, sondern muss sie stützen, indem er den Markt für lokale Produkte sichert.
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