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Oliver Breda Verlag

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Am Finkenacker 34
47259 Duisburg
Tel. 0203-6086655 (auch WhatsApp)
Fax 0203-6086657
redaktion@bredaverlag.de 
oliver.breda.verlag@gmail.com 

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Nerja braucht das Kapital der Fremden. Es renovier Nerja braucht das Kapital der Fremden. Es renoviert Häuser und schafft Arbeitsplätze, da der Tourismus massive Wertschöpfung in die Region bringt. Doch Geld allein ersetzt kein Wasser. Während die Ökonomie wächst, sinkt der Grundwasserspiegel, da Avocados und Pools um dieselben Reserven konkurrieren. Tourismus ist produktiv, solange er die Ressourcen nicht schneller verbrennt, als die Natur sie liefert. Er darf die Landwirtschaft nicht verdrängen, sondern muss sie stützen, indem er den Markt für lokale Produkte sichert.
Der Balcón de Europa funktioniert nur, weil das Fu Der Balcón de Europa funktioniert nur, weil das Fundament trägt. Oben flanieren die Gäste, unten stützt die alte Festung das Vergnügen. Das ist das ideale Verhältnis: Die Geschichte muss die Gegenwart tragen. Der Tourismus darf die Historie nutzen, solange er sie nicht unsichtbar macht. Wenn der Ort nur noch Aussichtsplattform ist, verliert er seinen Wert. Wer hier steht, muss wissen: Unter den Füßen liegt harte Vergangenheit, die den leichten Konsum von heute erst möglich macht.
Nerja balanciert auf einer dünnen Linie. Tourismus Nerja balanciert auf einer dünnen Linie. Tourismus ist hier der ökonomische Motor, der Wohlstand sichert und den Verfall verhindert. Er darf jedoch nicht zum alleinigen Inhalt werden. Er muss Mittel zum Zweck bleiben: Das Kapital der Gäste finanziert das echte Leben, die Landwirtschaft und die Historie. Wenn die Stadt aber nur noch für den Besucher existiert, wird sie zur Kulisse. Wahre Urbanität braucht Bewohner, die bleiben, und Bauern, die ernten, während der Gast durch seine Anwesenheit den Erhalt der Substanz ermöglicht.
Rezensionen im Netz. Ein psychologischer Akt. Akt Rezensionen im Netz. Ein psychologischer Akt.
Akt 1: Krume des Zorns
Das Croissant ist teuer, aber die eigene Bedeutungslosigkeit bleibt kostenlos. Zwei Sterne. Der Teig blättert fein, während die Laune im Keller sitzt, weil der Bäcker die fehlende Anerkennung nicht mit einbackt.
Akt 2: Das Backwerk-Dilemma
Wer sechs Euro für Gebäck zahlt, erwartet eine spirituelle Reinigung, obwohl er lediglich Fett und Mehl bekommt. Da das Croissant die Leere im Terminkalender nicht füllt, muss es eben „zu krümelig“ sein.
Akt 3: Die matte Butter
Früher hat man genossen und geschwiegen. Heute kauft man ein Gebäck, damit man dem Internet mitteilen kann, wie wenig man es braucht. Ein Jammer: Die Butter glänzt, aber das Gemüt bleibt matt.
Torrox. Geografie erzwingt den Preis. Das Pueblo k Torrox. Geografie erzwingt den Preis.
Das Pueblo klebt am Hang. Wer hier kauft, trägt seine Lasten zu Fuß durch Gassen, die für Pkw zu eng sind, da die Mauren gegen die Sonne und nicht für das Auto bauten. Diese logistische Last drückt den Marktwert auf rund 2.300 Euro pro Quadratmeter. Briten besetzen diese Nische, während Einheimische die mühsame Versorgung meiden, indem sie in zugänglichere Zonen abwandern.
Vier Kilometer tiefer regiert der Asphalt. An der Costa säumen Betonriegel das Ufer, obwohl dieser Aufpreis von 3.800 Euro weder der Architektur noch der Historie gilt. Man bezahlt für den Parkplatz und die Brandung. Infrastruktur schlägt Geschichte. Das Dorf bleibt mühsam und günstig, die Küste bequem und teuer.
Ich bin Oliver. Andere reisen, um zu träumen. Ich Ich bin Oliver.
Andere reisen, um zu träumen. Ich reise, um zu verstehen.
Als Verleger, Autor und Reiseleiter habe ich eine Allergie gegen Kitsch entwickelt. Ich suche nicht das perfekte Postkartenmotiv. Ich suche die Struktur dahinter.
Ich frage: Warum steht das Hotel genau hier? Wem gehört der Horizont? Was ist gewachsen, was ist bloße Inszenierung für Touristen?
Ich liebe den Süden – die Kapverden, Madeira, Andalusien. Aber ich liebe sie zu sehr, um sie zu verklären.
Ich zeige Landschaften, Pflanzen und Menschen ohne Weichzeichner. Ich schaue auf das Belastbare, nicht auf das Auffällige.
Hier bekommst du keine Reisewerbung. Du bekommst Analysen.
Ich liefere den zweiten Blick auf Orte, die du zu kennen glaubst.
Reisen ist keine Flucht. Reisen ist Recherche.
Willkommen beim Breda Verlag.
Das Auge isst zuerst – und wird getäuscht. Der Mar Das Auge isst zuerst – und wird getäuscht.
Der Markt von Málaga (Atarazanas) ist eine Kathedrale. Aber hier wird kein Gott angebetet, sondern die perfekte Ware.
Wer genau hinsieht – so wie ich heute –, sieht hinter der Farbenpracht die Logistik.
Die Orangen kommen aus den gewaltigen Plantagen von Almería. Die Birnen sind gewachst, um die Zeit anzuhalten. Die violetten Tomaten tragen Markennamen wie Designer-Handtaschen.
Das ist keine Kritik am Geschmack. Es ist eine Beobachtung der Realität: Wir stehen hier nicht in einem Bauerngarten. Wir stehen in einem Showroom der Agrarindustrie. Sie weiß genau, was wir wollen: Makellosigkeit, Glanz, pralle Farben.
Die Natur produziert Fehler. Dieser Markt duldet keine.
#atarazanas #malaga #foodmarket #agrarindustrie #almeria
Sakraler Schein über totem Fisch: Málaga beherrsch Sakraler Schein über totem Fisch:
Málaga beherrscht die Täuschung. Wer die Markthalle betritt, starrt nach oben. Buntes Glas, Schiffe, Burgen, heldenhafte Geschichte. Ein Kirchenfenster für den Kommerz.
Die Architektur lenkt den Blick. Sie will, dass wir das Handwerk unten übersehen. Dort liegt die Ware auf Eis. Es riecht nach Salz, Blut und Arbeit. Die Händler schieben Kisten, die Touristen zücken Kameras.
Oben der Mythos, unten die Kasse.
Das Fenster adelt den Einkauf. Es macht den Erwerb von Sardinen zur Kulturhandlung. Wir glauben, wir besuchen ein Denkmal. Dabei füllen wir nur den Kühlschrank.
Glänzende Kulisse. Ehrliches Geschäft. Dazwischen: nichts.
#atarazanas #mercadocentral #malaga #realität #kulissen
Málaga hat den Hafen nicht einfach saniert. Málaga Málaga hat den Hafen nicht einfach saniert. Málaga hat ihn inszeniert.
Das hier ist der „Palmeral de las Sorpresas“ (Palmenhain der Überraschungen). Wer genau hinsieht – und auf den Boden schaut –, findet dort keine Ölflecken oder Kaugummis, sondern eine Signatur: Junquera Arquitectos.
Wenn Architekten den Bürgersteig signieren, betreten wir keinen öffentlichen Raum mehr. Wir betreten ein Design-Objekt.
Diese weiße Rippenkonstruktion hat eine klare Funktion: Sie ist ein Filter. Sie kanalisiert die Touristen von den Kreuzfahrtschiffen sicher und sauber in Richtung Altstadt. Sie schirmt den rauen, industriellen Hafen ab und schafft eine sterile Röhre des Konsums.
Es ist wunderschön. Es ist fotogen. Und es ist absolut kontrolliert.
Der Hafen riecht nicht mehr nach Arbeit. Er riecht nach Sonnencreme.
#malaga #muelle2 #palmeraldelassorpresas #architektur #stadtentwicklung
Das Auge isst zuerst – und wird getäuscht. Der Mar Das Auge isst zuerst – und wird getäuscht.
Der Markt von Málaga (Atarazanas) ist eine Kathedrale. Aber hier wird kein Gott angebetet, sondern die perfekte Ware.
Wer genau hinsieht – so wie ich heute –, sieht hinter der Farbenpracht die Logistik.
Die Orangen kommen aus den gewaltigen Plantagen von Almería. Die Birnen sind gewachst, um die Zeit anzuhalten. Die violetten Tomaten tragen Markennamen wie Designer-Handtaschen.
Das ist keine Kritik am Geschmack. Es ist eine Beobachtung der Realität: Wir stehen hier nicht in einem Bauerngarten. Wir stehen in einem Showroom der Agrarindustrie. Sie weiß genau, was wir wollen: Makellosigkeit, Glanz, pralle Farben.
Die Natur produziert Fehler. Dieser Markt duldet keine.
#atarazanas #malaga #foodmarket #agrarindustrie #almeria
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